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Von der Obstkiste zur digitalen Kontrolle

In der Produktionsindustrie steigen die Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Prozesssicherheit. Mit der Demonstrationslinie MELA zeigen Montech und ihre Partner, wie sich selbst sensible Produkte zuverlässig und automatisiert prüfen lassen – flexibel, hygienisch und präzise.

Ein prüfender Blick, ein geübter Griff – so begann früher die Qualitätskontrolle in der Lebensmittelindustrie. In vielen Betrieben war es üblich, die Produkte einzeln aus der Kiste zu nehmen, zu drehen und zu begutachten. Gut oder nicht gut – die Entscheidung fiel oft aus dem Bauch heraus, abhängig von Erfahrung, Tagesform und Beleuchtung.

Automatisierte Qualitätskontrolle

Heute stellt sich die Frage in der Lebensmittelindustrie anders: Wie lässt sich die Qualität objektiv, lückenlos und effizient kontrollieren – selbst bei empfindlichen Produkten wie beispielsweise Frischobst? Eine mögliche Antwort darauf gibt die Demonstrationslinie MELA. Visionlink, Mechatronic, Lexter Italia und Montech haben sie gemeinsam entwickelt und auf der diesjährigen Fachmesse SPS Italia 2025 in Parma präsentiert.

Von der Obstkiste zur digitalen Kontrolle

Wenn Technik objektiv prüft – und dabei mitdenkt

MELA demonstriert am Beispiel von Äpfeln, wie die moderne Fördertechnik zur zentralen Komponente einer intelligenten Qualitätskontrolle wird. Neun Prüfstationen analysieren die Produkte auf verschiedenste Merkmale: von der Oberflächenstruktur bis zum Volumen. Kein Schritt ist dabei dem Zufall überlassen, keine Einschätzung subjektiv. Der gesamte Prozess läuft automatisiert, zuverlässig und reproduzierbar.

Fördertechnik für höchste Genauigkeit

Damit diese Präzision überhaupt möglich ist, braucht es eine exakt abgestimmte Fördertechnik. Das Transfersystem LTE von Montech übernimmt diese Aufgabe: Es transportiert die Produkte taktsicher und positionsgenau durch alle Stationen. Selbst bei kurzen Stopps oder Richtungswechseln bleiben die Produkte exakt dort, wo sie sein müssen – stabil geführt durch mechanische Stützen auf den Paletten.

Flexibel, skalierbar, anschlussfähig

Was die Anlage MELA besonders macht, ist nicht nur die Technologie an sich, sondern ihre Offenheit: Die modulare Bauweise der Linie erlaubt es, Prozesse anzupassen, zu erweitern oder in bestehende Umgebungen zu integrieren. Ein Vorteil, der gerade in heterogenen Produktionsumfeldern zählt.

Was früher Erfahrung war, ist heute System

Die Demonstrationslinie MELA ersetzt keine Erfahrung – sie überführt sie in strukturierte, digitale Abläufe. Der prüfende Blick bleibt, aber heute übernehmen ihn Kameras. Die Bewertung erfolgt nicht mehr aus dem Bauch heraus, sondern datenbasiert und reproduzierbar. Das Ziel bleibt dasselbe: höchste Produktqualität. Doch die Mittel sind moderner und die Möglichkeiten vielfältiger. Genau das beeindruckte auch die Besucherinnen und Besucher auf der Messe. Was einst manuell aus der Obstkiste beurteilt wurde, läuft heute automatisiert über das Band. MELA macht sichtbar, was technologisch bereits Realität ist – und gibt einen realistischen Ausblick auf die Zukunft der Qualitätskontrolle.


Marina De Bastiani
Marketing