Bloger Cover DE08-26

Energieeffiziente Förderbänder: Warum die Antriebstechnologie den Unterschied mach

Bei Förderbändern wird Energieeffizienz häufig mit dem Alter der Anlage in Verbindung gebracht. Entscheidend ist jedoch auch die eingesetzte Antriebstechnologie und die jeweilige Motorgeneration. Unterschiedliche Antriebskonzepte unterscheiden sich in Aufbau, Regelbarkeit und Wirkungsgrad. Aktuelle Motorgenerationen können zusätzlich dazu beitragen, Energieverbrauch und Betriebskosten zu reduzieren.

In vielen Produktionsumgebungen wird Fördertechnik erst dann genauer betrachtet, wenn Störungen auftreten oder Prozesse nicht mehr reibungslos laufen. Solange ein Förderband zuverlässig transportiert, gilt es meist als funktionstüchtig. Aus wirtschaftlicher Sicht reicht diese Betrachtung jedoch nicht immer aus. Denn moderne Anforderungen an Energieeffizienz, Betriebskosten und Anlagenverfügbarkeit führen dazu, dass auch die eingesetzte Antriebstechnologie stärker in den Fokus rückt. Gerade in diesem Bereich hat sich die Technik in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt.

Welche Rolle die Antriebstechnologie für die Energieeffizienz spielt

Wie viel Energie eine Förderstrecke im Betrieb benötigt, hängt zu einem grossen Teil von der verwendeten Antriebstechnik ab. Eine wichtige Rolle spielt dabei der eingesetzte Motor. Netzbetriebene Elektromotoren und elektronisch kommutierte Motoren unterscheiden sich beispielsweise hinsichtlich Wirkungsgrad, Regelbarkeit und Energieverbrauch. Zu den elektronisch kommutierten Motoren zählen unter anderem BLDC-Motoren, während klassische Drehstrom-Asynchronmotoren direkt am Netz oder über eine Drehzahlregelung betrieben werden können. Je nach eingesetztem Antriebskonzept lässt sich dieselbe Förderaufgabe mit unterschiedlichem Energieaufwand ausführen. Elektronisch kommutierte Motoren ermöglichen eine bedarfsgerechte Leistungsabgabe und tragen dazu bei, Energieverluste zu reduzieren.

Weniger Energieverbrauch, weniger Wartungsaufwand

Neben dem Stromverbrauch spielt auch der Wartungsaufwand eine wichtige Rolle. Moderne Förderbänder profitieren von einer optimierten Systemauslegung und können – je nach eingesetzter Antriebstechnologie – besonders energieeffizient arbeiten. Antriebstechnik, Mechanik und Steuerung werden gezielt aufeinander abgestimmt, um Energie möglichst effizient zu nutzen und einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Bei älteren Förderstrecken nehmen dagegen Serviceeinsätze, Nachjustierungen und der Austausch einzelner Komponenten häufig zu. Das verursacht nicht nur direkte Wartungskosten, sondern kann auch zu ungeplanten Stillständen führen. Energieeffiziente Förderbänder können hier doppelt wirken: Sie reduzieren den Energieeinsatz und unterstützen gleichzeitig einen stabileren Betrieb. Moderne Komponenten, eine passende Dimensionierung und eine präzise Auslegung auf die jeweilige Anwendung helfen, Belastungen zu reduzieren und Wartungsarbeiten planbarer zu machen. Für Unternehmen bedeutet das: Die Fördertechnik sollte nicht nur nach ihrer Funktion beurteilt werden. Entscheidend ist auch, wie effizient, zuverlässig und wirtschaftlich sie über die gesamte Nutzungsdauer arbeitet.

Energieeffiziente Förderbänder von Montech

Für Unternehmen, die den Energieverbrauch ihrer Fördertechnik senken möchten, bietet Montech energieeffiziente Förderbandlösungen. Unsere Förderbänder TB30 und TB40 sind darauf ausgelegt, Förderprozesse zuverlässig, präzise und energieeffizient zu unterstützen. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Antriebstechnik. Unsere Förderbänder sind auch mit elektronisch kommutierten Motoren erhältlich. Gegenüber netzbetriebenen Elektromotoren mit der Mindestanforderung IE2 können diese Antriebe einen bis zu 25 Prozent höheren Wirkungsgrad erreichen. Im dargestellten grafischen Vergleich mit den IEC-Wirkungsgradklassen IE1 bis IE5 liegen die Wirkungsgrade unserer elektronisch kommutierten Antriebe oberhalb der IE5-Kurve. Gerade in Produktionsumgebungen mit langen Laufzeiten kann dieser Unterschied relevant sein. Je länger ein Förderband im Einsatz ist, desto stärker wirken sich Effizienzgewinne über die gesamte Betriebsdauer aus.

Förderbänder TB30 und TB40 für unterschiedliche Förderaufgaben

Das Förderband TB30 eignet sich durch seine modulare Bauweise für individuelle Anforderungen in der Montagetechnik. Es lässt sich an unterschiedliche Prozesse anpassen und unterstützt eine präzise Auslegung der Förderstrecke. Das Förderband TB40 hingegen ist besonders kompakt konstruiert. Der Motor ist in die Antriebsrolle integriert, wodurch das Förderband auch bei begrenztem Platz eingesetzt werden kann. Angetrieben wird es durch einen 24-Volt-BLDC-Motor und kann Lasten bis zu 200 Kilogramm fördern. Damit bieten beide Linien unterschiedliche Möglichkeiten, Förderprozesse effizient, zuverlässig und praxisnah umzusetzen.

Fördertechnik energieeffizient denken

Förderbänder sind ein zentraler Bestandteil vieler Produktionsprozesse. Gerade weil sie oft zuverlässig im Hintergrund laufen, wird ihr Energieverbrauch selten kritisch geprüft. Eine regelmäßige Prüfung von Energieverbrauch, Wartungsaufwand und Betriebssicherheit kann deshalb Einsparpotenziale sichtbar machen. Wer Fördertechnik energieeffizient auslegt oder bestehende Förderstrecken modernisiert, kann Stromkosten senken, Wartungsaufwand reduzieren und die Betriebssicherheit verbessern. Energieeffiziente Förderbänder sind damit nicht nur eine technische Komponente, sondern ein Beitrag zu einer wirtschaftlicheren und nachhaltigeren Produktion.


Marina De Bastiani
Marketing